Fr. Dez 4th, 2020

Ab Montag gelten bundesweit strenge Regeln, damit die Corona-Pandemie nicht außer Kontrolle gerät. Die Beschränkungen treffen vor allem den Freizeitbereich. Was gilt wo im November – eine Übersicht.

Deutschland fährt das öffentliche Leben im November weitgehend runter – nicht so umfassend wie im Frühjahr, aber dennoch mit einschneidenden Maßnahmen. Das betrifft vor allem den Freizeitbereich. Damit reagieren Bund und Länder auf die zuletzt kaum noch zu kontrollierende Ausbreitung des Coronavirus.

Anders als in den vergangenen Wochen soll es aber diesmal halbwegs einheitlich in Deutschland zugehen. Doch wie immer sind es die Bundesländer, die solche Regeln per Landesverordnungen umsetzen. Die meisten übernehmen die Bund-Länder-Beschlüsse eins zu eins, doch es gibt einige Unterschiede zwischen den Ländern.

Ziel ist, nach einer Phase des weitgehenden Stillstands wieder die Kontrolle zurückzugewinnen, die Zahl der Neuinfektionen zu senken und so zu verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet wird.

Antworten auf wichtige Fragen im Überblick:

Was ist anders als beim Lockdown im Frühjahr?
Das Arbeits- und Alltagsleben geht für viele Menschen weiter – wenn auch mit Maske und Abstand. Geschäfte, Schulen, Kitas bleiben offen, sofern es dort keinen Corona-Ausbruch gibt. Die Einschränkungen beziehen sich diesmal fast ausschließlich auf den Freizeitbereich. Orte, an denen Menschen gern ihre Freizeit verbringen und an denen sie sich begegnen, müssen schließen.

Wer darf sich jetzt noch treffen?
So wenig Kontakte wie möglich – das ist sozusagen die „Mutter aller Corona-Regeln“. Grundsätzlich haben Bund und Länder beschlossen, dass sich in der Öffentlichkeit nur Angehörige zweier Hausstände treffen dürfen, also aus zwei Wohnungen, und insgesamt höchstens zehn Leute. Feiern in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden als „inakzeptabel“ bezeichnet. Fest steht: Die Regel gilt für einzelne Treffen – man muss sich keinen „Partner-Haushalt“ suchen, um dann vier Wochen lang nur diesen zu treffen.

Hamburg, Niedersachsen und Berlin etwa wollen Kinder unter zwölf Jahren nicht mitzählen bei der Zwei-Haushalts-Regel. Ausnahmen gibt es in Hamburg auch für sogenannte Patchworkfamilien. Baden-Württemberg und Bayern wollen die Zwei-Haushalts-Regel auch für private Treffen anwenden. Mit Blick auf die Kontrolle wies Ministerpräsident Markus Söder darauf hin, dass gezielte Denunziationen von Nachbarn und Mitbürgern nicht gewollt seien. In Bremen sollen sich im Freien zwei Haushalte treffen dürfen, aber auch bis zu fünf Personen, die nicht zusammen wohnen. In Sachsen dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten treffen oder ein Hausstand und fünf weitere Personen – auch aus verschiedenen Hausständen.

Kann man noch auswärts essen, trinken, feiern?
Nein. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen schließen. Lieferdienste und der Verkauf zum Mitnehmen bleiben aber erlaubt, ähnlich wie im Frühjahr. Für die Gastronomie ist das aber allerhöchstens ein Trostpflaster – sie protestiert heftig gegen die Zwangspause. Schließlich haben viele in Hygienekonzepte investiert, um ihre Gäste sicher bewirten zu können. Andererseits gab es auch immer wieder Fälle, in denen sich nicht an Abstands- und Hygieneregeln gehalten wurde. Kantinen bleiben offen.

Von admin

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