Rapunzel, Rapunzel, lass deinen Turban herunter

Wer kennt das nicht?! Frau steht vor einem überfüllten Kleiderschrank und findet einfach nicht das Passende zum Anziehen, um auf die Party zu gehen, für das anstehende Rendezvous oder für die Geburtstagsfeier der Großmutter. Sie zerwühlt den ganzen Kleiderschrank, aber bleibt wieder an ihrer Lieblingskombination hängen. Aber das habe ich doch gerade erst getragen? Gerne würde ich es noch einmal anziehen, ohne dass es allzu sehr auffällt. Die Lösung? Ein auffälliges, glamouröses und exotisches Accessoire hinzufügen!

 

 

 

 

 

 

Wie wäre es dieses Mal mit einem Turban?

In jüngster Zeit ist der Fashiontrend, einen Turban zu tragen, auf Catwalks und auf den Stadtstraßen wieder aufgetaucht. Dank eines Turbans sieht man immer stylish-mondän aus bei Kälte, Hitze und an Bad-Hair-Days. Der Ausgeh-Look bekommt ein Update!

Auf der nächsten Party heißt es: Nicht ohne meinen Turban.

 

Die Geschichte des Turbans – ein Modeaccessoire, das in jedem Jahrzehnt sein Comeback feiert

 

Ihren Anfang finden Turbane als Kopfbedeckung für Männer in islamischen Ländern.

Die Mode des 17. Jahrhunderts hat diese Tradition aufgenommen und der Turban avancierte als ultimativer Ausdruck von Glamour und Exotik zu einem Teil der weiblichen Garderobe. Ferner wurde er auf gewitzte Art und Weise verwendet, widerspenstiges Haar zu bedecken und Bad-Hair-Days zu überbrücken.

Unerwarteterweise eroberte der Turban seit den frühen 20er Jahren die Herzen der Frauen der westlichen Welt und hinterließ seitdem in jedem Jahrzehnt Spuren. Zu der Zeit sind Turbane ein Accessoire und ein Symbol für Frauen geworden, die sehr gebildet und weltgewandt gewesen sind. Während der Turban zuerst in Europa adoptiert worden ist, sind es die Stars und Sternchen von Hollywood gewesen, die ihn international populär gemacht haben.

Stars wie Marlene Dietrich, Gloria Swanson und Greta Garbo erlagen seinem Charme. Mitte der 50er Jahre, als ein Film über den Seidenturban von Dior gedreht geworden ist, erlebte der Turban in der Modewelt einen neuen Aufschwung. Der amerikanische Designer Halston integrierte ihn in die Abendgarderobe und schmückte Mode-Ikonen wie Bianca Jagger mit einem Turban. Viele berühmte Köpfe wie der von Elizabeth Taylor und auch der Kopf der Königin von England schmückten Turbane.

Im Jahr 2006 in der Disco-Ära kehrten sie erneut auf den Laufstegen zurück und drei Jahre später machte sie Sarah Jessica Parker in ,,Sex and the City 2“ wieder populär.

 

Im Jahr 2017 haben wir in puncto Winterkopfbedeckung eine kleine Revolution erlebt. ,,Bye-bye, langweilige Strickmützen! Wir tragen jetzt Turban-Strickmützen in allen Variantionen.“, war das Motto. Aber der Turban lässt sich nicht nur als Winteraccesoire nutzen, um sich sich elegant in Szene gesetzt vor der Kälte des Winters zu schützen. Spätestens als Marc Jacobs in seiner Frühjahr – und Sommerkollektion Turbane zur Schau stellte, war klar, dass der Turban eher früher als später Einzug in unsere Garderobe finden wird.

 

 

Ein edles und auch sehr nützliches Sommeraccessoire, da unsere Kopfhaut dazu tendiert, rasant und unbemerkt in der Sonne zu verbrennen.

Denn die UV-Strahlung ist intensiver, wenn sie direkt auf die Kopfhaut strahlt. Wer seinen Kopf sicher geschützt wissen möchte und nicht auf den klassischen Sonnenhut zurückgreifen möchte, der sollte darüber nachdenken, sich einen angesagten Turban zuzulegen.

 

Der zeitlose, exotische Charme

 

Ein Turban lässt sich folglich nicht nur zu jeder Jahreszeit tragen, weist nicht nur einen zeitlosen Charakter auf, er ist auch für Frauen jeden Alters geeignet.

 

Aber nicht jeder findet Turbane bezaubernd.

Vielleicht ist das auch der Grund, wieso Turbane immer wieder ihr Comeback feiern, aber nicht dauerhaft in der Modewelt Fuß fassen. Einige Fashion-Blogger haben sie als Kostüm abgetan und können nicht verstehen, warum sie immer wieder ein Revival erleben. Andere Frauen hingegen veröffentlichen sogar Tutorials zum Turban-Binden.

 

Einen Turban zu tragen, verlangt Selbstvertrauen. Man muss an seinen Look glauben -wirklich glauben- und dahinter stehen. Man muss sich bewusst dafür entscheiden, dass es diesen Abend ein Turban sein soll. Nur dann können wir ihn selbstbewusst und elegant in Szene setzen und er wiederum uns.

 

Meinen Turban habe ich von meiner italienischen Freundin Laura Zampino geschenkt bekommen. Sie arbeitet als Haaraccessoiredesignerin und hat sich in diesem Bereich selbstständig gemacht. Jedes Produkt basiert auf liebevoller Handarbeit und ist somit ein Unikat.

Ich kann meinen Turban auf zwei verschiedene Arten und Weisen tragen – mit Schleier oder ohne, indem ich ihn von den Druckknöpfen lösen.

 

 

Turbandesigner: Laura Zampino

Lamurihandmadewithlove@gmail.com

Instagram: @lamurihandmadewithlove

 

Blogger/Model: Alexia Hampel

Fotos: Cornelia Hille-Fuchs

Kleid: Joseph Ribkoff

Schuhe: Peter Kaiser

 

 

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