PORTUGAL FASHION • BERLINER PREMIERE

Mit einer Modenschau am 6. Juli und einem zweitägigen Showroom feiert PORTUGAL FASHION IHRE BERLINER PREMIERE

 Daniela Barros, Hugo Costa und Susana Bettencourt sind die ausstellenden Modedesigner.

Nach Madrid, London und Paris hält der internationale Zweig des von ANJE gestarteten Projekts nun Einzug in Deutschland.  Es handelt sich um die erste im Rahmen der Berlin Fashion Week veranstaltete Modenschau.

Portugal Fashion veranstaltet am 6. Juli, zwischen 19.30 und 23 Uhr die Modenschauen der Jungdesigner Hugo Costa, Daniela Barros und Susana Bettencourt in Deutschland. Die Initiative bildet im Rahmen der Potsdam Now-Veranstaltung den Auftakt zum Programm der Berlin Fashion Week.Nach der Vorstellung ihrer Kollektionen auf dem Laufsteg bekommt das Designertrio die Gelegenheit sich einem am 7. und 8. Juli stattfindenden zweitägigen Showroom anzuschließen. Mit diesem doppelten Vorstoß verstärkt ANJE, der portugiesische Verband für Jungunternehmer, die mit der zunehmend dynamischeren deutschen Modebranche geknüpften Kontakte.

Nach Madrid, London und Paris, wo vor der 36. Nationalen Auflage des Portugal Fashion Modenschauen veranstaltet wurden, erweitert das Förderprojekt für die portugiesische Mode seine internationale Dimension nun mit einer weiteren Premiere.Es soll die erste in Deutschland produzierte Modenschau sein, wenn es auch bereits wechselseitige Annäherungen an dieses Land gab: einerseits begrüßte die Portugal Fashion auf ihren Veranstaltungen mehrfach aus dem deutschen Markt stammende Käufer, Pressemitglieder und institutionelle Vertreter; andererseits ermöglichte sie anhand in Berlin stattfindender professioneller Referenzmessen den Kontakt von portugiesischen Schöpfern zu den lokalen Akteuren.

Die Anwesenheit der Portugal Fashion auf der Berlin Fashion Week wurde bereits als wichtiges Marketinginstrument für die portugiesische Mode anerkannt, weshalb namhafte institutionelle Vertreter anwesend sein werden, namentlich der portugiesische Botschafter in Berlin, der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Portugiesischen Industrie- und Handelskammer und der Potsdamer Bürgermeister.

Diese Initiative ist das Ergebnis der von dem international bekanntesten Förderprojekt für die portugiesische Mode geleisteten Öffentlichkeitsarbeit. Es handelte sich in der Tat um eine Einladung der Organisation der Initiative an die Organisation der Portugal Fashion, im Anschluss an die im März in Portugal geknüpften Kontakte. Eine Herausforderung, die an die Jungdesigner weitergereicht wurde, deren Internationalisierungsstrategien den deutschen Markt umfassen.Hugo Costa, dessen Schau am 6. Juli um 19.30 Uhr stattfindet, wird seine Frühjahrs-/Sommerkollektion 2016 vorstellen. Eine Produktion, die laut dem Schöpfer „von der Reflexion über stammesspezifische Rituale ausging und auf dem Wesentlichen, dem Individuum gründet‟. „Die Unterwerfung dem Ritual steht mit dem klaren Bedürfnis des Individuums nach Akzeptanz durch das Kollektivum in Verbindung, wobei die Individualität und Authentizität des Einzigartigen hervorgehoben wird. Rituale wie die SEPIK-Narben erinnern uns an die Strukturen bestimmter Stoffe. Die primäre und somit authentische Handbemalung ist für den grafischen Ansatz der Kollektion verantwortlich‟, fügt der Designer hinzu. Der in Berlin erstmals öffentlich präsentierte Stil von Hugo Costa versucht außerdem „jedes Stück zu individualisieren‟ und sicherzustellen, dass „kein Stück dem Nächsten ähnelt‟.

Der an der Hochschule für Angewandte Kunst des Polytchenischen Instituts von Castelo Branco in Mode- und Textildesign ausgebildete Designer entwickelte bereits verschiedene Bekleidungs- und Textildruckkollektionen für portugiesische Unternehmen, im Einzelnen Cutting, BECIGbasilius, LCDInovação e Design, Dicapri, CPM – Criação e Promoção de Moda und Confeções Bugalhos. Er entwarf ebenfalls Schuhkollektionen für Unternehmen wie Landina und Artur Pinho. Zurzeit ist er in der Firma Malha Apertada tätig, in der er Druck- und Rundstrickkollektionen für internationale Kunden gestaltet, unter anderem die Gruppe Inditex. Seit September 2012 unterrichtet er an der Modeschule in Porto. Hugo Costa ist 29 Jahre alt, und seine Kollektionen unter eigenem Namen wurden ab Oktober 2010 über die Bloom-Plattform der Portugal Fashion vorgestellt. 2006 war er einer der Finalisten des Acrobatic-Wettbewerbs, bei dem er in 2009 und 2010 den Preis für das beste Herren-Ensemble bekam, und 2010 auch die Auszeichnung für die „Beste Kollektion” erhielt.2011 gewann er den Preis Children’s Fashion From Portugal. Danielas Fischhaut und Bettencourts neu interpretierte Klassiker Daniela Barros, die am 6. Juli um 21 Uhr im Rampenlicht stehende Modeschöpferin, präsentiert ihrerseits die Kollektion „NKA_002”, welche nach eigenen Angaben „eine Reise ins Unbewusste” und „in die Erinnerungen” zum Ausdruck bringt, in der die „klassischen männlichen Elemente neu interpretiert und dekonstruiert werden”. Unter Einsatz einer „destrukturierten und übergroβen Silhouette”, stellte die Modedesignerin bereits im holländischen Maastricht, wie auch in Madrid und London ihre Kollektionen zur Schau, und hofft nun auch Berlin zu erobern, mit ihren technologischen Werkstoffen und Fischhaut, in neutralen Farben auf dunklem Hintergrund, „die von Weiβtönen beleuchtet werden”.

Photo Daniela BarrosDaniela machte an der Modeschule in Porto ihren Abschluss in Modedesign. An der Bloom-Plattform nahm sie seit ihrer Gründung in 2010 teil. Sie war Kreativchefin bei Heavy Jeans und Hush Puppies Portugal, wie auch Designer-Assistentin der Marke Orgnlife. Unter Portugal Fashions Schirmherrschaft stellte sie ihre Kreationen im Rahmen der Pariser Modewoche (September/Oktober 2012) bereits in einem der berühmtesten dortigen Modesalons, dem Who’s Next, und auch dem Showroom Zip One aus. Mit Unterstützung von ANJE hatte sie später auch Gelegenheit, ihre Kollektionen im Scoop International Fashion Show (Juli 2013) und im Capsule Show in Paris (Februar 2014) zu zeigen. Im Rahmen der Initiative Fashionclash 2012 veranstaltete sie eine Modenschau in Maastricht, Holland, und war im Dezember 2012 einer der Jungdesigner, die Portugal Fashion im Matadero – Centro de Creación Contemporánea, in Madrid, auf den Laufsteg brachte. Im September 2013 führte sie die Portugal Fashion auf die Vienna Fashion Week und 2014 (im März und September) auf die Fashion Scout Londres, im Rahmen der London Fashion Week, auf der sie jüngst erneut zu sehen war. Sie gewann der Preis für die Beste Damenkollektion (2013) des Who’s Next, wurde in den Fashion Awards in der Kategorie „Bester Neuer Schöpfer“ nominiert und erhielt bei der Verleihung der „Prémios Novos“ die Auszeichnung Bester Jungdesigner 2014. Sie entwirft für eine japanische Marke.Susana Bettencourt wird mit der Vorstellung ihrer Kollektion „Ways of Seeing” die dritte im Vordergrund stehende portugiesische Schöpferin an der Berlin Fashion Week sein. Ihre Kreationen sind von Judith Watsons handwerklichen Techniken und dem Inneren des menschlichen Auges inspiriert. Wie betrachten wir die Welt? Wie können so verschiedene Betrachtungsweisen bestehen? Diese sind die von der Designerin in ihren jüngsten Kreationen aufgeworfenen Fragen, die laut eigenen Angaben einen „neuen Zyklus” in ihrer Arbeit einführen. Nachdem sie – in ihren eigenen Worten – die „Sedimentation” ihrer Identität als Designerin bewältigt hat, Photo Susana Bettencourt_2behauptet Susana Bettencourt nun ihre „Kompetenzen frei experimentieren und ausdrücken zu können, indem sie die feine Grenzlinie zwischen Technologie und handwerkliche Techniken verwischt”.

Anhand von Handgestricktem möchte Susana ihre Vision zum Ausdruck bringen, nicht nur des „Kompressions- und Forschungsprozesses“, aus dem diese Kollektion „Ways of Seeing” hervorging, sondern auch der Welt. Deswegen ist die Frühjahrs-/Sommerkollektion 2016 nur „der Anfang”.

Die aus den Azoren (Insel São Miguel) stammende Susana Bettencourt lebte über zehn Jahre in London, wo sie am Central Saint Martins College of Art and Design ihren Abschluss in Modedesign – Schwerpunkt Strick – machte, und absolvierte am London College of Fashion den Master in Digitaler Mode mit Auszeichnung. Bevor sie sich in eigenem Namen vorstellte, arbeitete sie mit Modeschöpfern wie Brooke Roberts oder den Portugiesinnen Alexandra Moura und Fátima Lopes zusammen. Ihre Stücke werden über verschiedene Plattformen online verkauft. In der Portugal Fashion debütierte sie im Oktober 2011, und im September 2014 nahm sie unter der Schirmherrschaft der Portugal Fashion Internacional an der Vienna Fashion Week teil. Mit ANJEs Unterstützung war sie auf Fachmessen in Städten wie London, Kopenhagen oder Paris zugegen.

Die junge Schöpferin beteiligte sich auβerdem an der London Fashion Week und der Vancouver Fashion Week, und veranstaltete auch in Malaysia eine Modenschau. Zudem sei noch angemerkt, dass das Model/Schauspielerin Sarah Harding bei den Red Carpet Fashion Awards ein Kleid von Susana Bettencourt trug. Portugal Fashion ist ein vom ANJE – dem Portugiesischen Verband für Jungunternehmer, und ATP – dem Portugiesischen Textil- und Bekleidungsverband – gemeinsam entwickeltes Projekt, das zurzeit vom COMPETE 2020 dem Unternehmensprogramm für Wettbewerbsfähigkeit – finanziert wird.

Für weitere Informationen, bitte Kontakt aufnehmen mit:
Pressestelle Portugal Fashion
Rafael Alves Rocha
T. +351 919 408 071
E. rafaelrocha@anje.pt

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