Podiumsdiskussion “ Revolution in der Modebranche“

Designer und Händler im Strudel eines dramatischen Strukturwandels im Kulturforum Berlin

Designer unterstützen

Berlin, 20.10.2014
Kritik an deutschen Mode Einkäufern und Konsumenten über 250 Gäste und Experten diskutierten über den Strukturwandel der Modebranche Fotos: Simon Naschberger / MD Kommissionskäufe, Modediscount er und ein ständig wachsendes Onlineangebot: Der gegenwärtige Strukturwandel der Modebranchen stellt junge Designer und den Mode Standort Berlin vor gewaltige Aufgaben und Herausforderungen.

Darüber diskutierten am vergangenen Donnerstag , den 16.10.2014 Experten der Branche im Kulturforum Berlin.Rund 250 Gäste wohnten der Veranstaltung, eine Kooperation der AMD – Akademie für Mode und Design und der Sammlung Modebild – Lipp erheidesche Kostümbibliothek bei Ein Impulsreferat von Dr. Marko Schwertfeger mit Thesen rund um den Strukturwandel der Modebranche führte in das Thema ein.Unter der Moderation von Alfons Kaiser (FAZ) setzten sich im Anschluss Silke Emig (Textilwirtschaft),Moritz Offeney (Scarosso), Carl Til essen (FIRMA), Anita Tillmann ( Premium Exhibitions) und Daniel Enke (Handelsverband Deutschland) kritisch mit den Ursachen, Wirkungen und Lösungen des aktuellen Wandels auseinander.Während des Austausches wurden sich die Diskutanten vor allem in einem Punkt einig:Auf dem sich ständig wandelnden Modemarkt werden Markteintrittsbarrieren für Jungunternehmer immer höher,gleichzeitig schaffen Globalisierung und Digitalisierung stetig neue Möglichkeiten, das eigene Label Pressebericht zur Podiumsdiskussion “ Revolution in der Modebranche Designer und Händler im Strudel eines dramatischen Strukturwandels“ im Kulturforu m Berlin bekannt zu machen.Viele Möglichkeiten bieten viele Chancen , gleichzeitig weiten sie aber auch das Arbeitsspektrum des Labels aus:

„Ein Rock macht keine Marke mehr, egal wie schön er designt ist. Wie nutze ich die neuen Medien um mich und mein Produkt zu positionieren?“, lautete die Frage, die Anita Tillmann dazu stellte . PR Arbeit, Social Media und der vermittelte Lifestyle führe zu einer erfolgreich etablierten Markenidentität.Generell sei eine Offenheit gegenüber neuen Marktentwicklungen und der Mut, neue Wege zu gehen notwendig.Den größten Diskurs warf die Frage nach der Beziehung zwische n Designer und Einzelhändler auf  Während Tillessen vor allem den Rückgang deutscher Einzelhändler beklagte,sahen Tillmann und Offeney darin ein geringeres Problem :Jungen Labels biete der wachsende internationale Onlinehandel große Ertrags chancen, letztendlich sei irrelevant ob der Verkauf stationär oder virtuell stattfände.Emig und Enke vertraten die These, dass Multilabel Stores und Nischenprodukte trotz des genere llen Rüc kgangs des Einzelhandels weiter an edeutung gewännen.„Multilabel-Stores sind nicht mehr die Masse, aber ein wichtiger Teil des Marktes . Nicht jeder möchte die Vereinheitlichung der Mode.“, erklärte Silke Emig.Kritik übten die Podiumsteilnehmer an deutschen Einkäufern und Konsumenten.Diese müssten lernen,junge Designer zu unterstützen  Das Bewusstsein für deutsche Labels und angemessene Preise fehle.

Auch über den „Modestandort Berlin wurde diskutiert.In London und Paris sei die Politik stärker in der Mode involviert, es stehe ein größeres Budget zur Verfügung als in Berlin.Die Modeschauen seinen zu 50% staatlich subventioniert. „Um mit anderen Städten konkurrieren zu können, muss man zuerst einmal gleichen Bedingungen haben“ beschrieb Enke die Situation. Auch private Investoren aus dem Aus land hätten ein stärkeres Markenbewusstsein als deutsche Unternehmer.Die Runde schloss trotz der gewaltigen Herausforderungen mehrheitlich mit einer ositiven Einstellung.Höher werdende Markteintritts barrieren und ein Wandel der Designer – Händler Beziehung würden ein hohes Risiko für junge Labels bergen . Mit Eigeninitiative und Mut zur Veränderung sei eine erfolgreiche Selbständigkeit dennoch zu erreichen. Dass der aktuelle Wandel der Modebranche hohe Wellen schlägt, zeigte die durchgehende Aktivität des Publikums:Rund 250 Gäste waren der Einladung gefolgt, hinterfragten und kommentierten während der Diskussion durchgehend Thesen der Teilnehmer und beteiligten sich in der anschließenden Fragerunde ausgiebig.Text: Katharina Kunath/ AMD
Infokasten:

Die AMD Akademie Mode & Design, das Bildungshaus für Design, Mode, Management und Kommunikation feiert dieses Jahr ihr 25jähriges Bestehen. Bereits im September 2005 wurde sie vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg als private Hochschul e anerkannt. Es folgte die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. Zum 01.03.2013 verband sich der AMD – Hochschulbereich mit der Hochschule Fresenius und begründet damit den neuen Fachbereich Design. Dadurch entstand die größte private Präsenzuniversität Deutschlands. Der Fachbereich Design und die akademische Leitung der AMD Akademie Mode & Design liegen beim Vizepräsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Ekkehart Baumgartner,Geschäftsführer der AMD ist Ingo André von Malotki. Die AMD Akademie Mode & Design hat zusammen mit der Hochschule Fresenius ihren Sitz in Idstein/Hessen.

AMD Akademie Mode & Design
 Standort Berlin · Franklinstraße 10 · 10587 Berlin
!!! Achtung: Bitte beachten Sie, dass sich meine Rufnummer geändert hat !!!
Fon +49 . 30. 33 09 97 6-26 · Fax +49 . 30 . 33 09 97 6-29

 

Kommentar verfassen